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Ein Kollege und ich sind am 23. Januar auf dem Weg von Hamburg nach Oldenburg. Auf der A1, km 114 sehen wir einige PKW mit Warnblinkanlage langsam auf beiden Spuren fahrend.
Dann sehen wir auch die Ursache: Ein schwarz/weißer Hund läuft auf dem Mittelstreifen und natürlich sind die Autofahrer dann vorsichtig. Das Tempo des Hundes vermag ich nicht zu schätzen und den Tacho habe ich in dem Moment nicht beachtet - ob er allerdings für 60 km/h zugelassen war, wage ich zu bezweifeln. Wir "überholen" den Hund also langsam und halten vorsichtig auf der linken Fahrspur an. Wir steigen beide aus und mein Kollege öffnet den Kofferraum. "Hund 114" springt schon fast freiwillig in den Kofferraum. Das Fell ist relativ lang und nass. Es haben sich regelrechte Eiszapfen gebildet und der Hund legt sich sofort hin und ist ruhig.
Wir rufen die Polizei an und berichten von unserem Fund. Der Beamte am anderen Ende der Leitung schien kaum überrascht, dass es einen Hund auf der Autobahn gibt und freute sich, dass wir denselben schon eingefangen haben. Offenbar war schon ein Streifenwagen unterwegs, um sich ebenfalls des Hundes anzunehmen. Ich weiß nicht, was der Überlassungsvertrag für den Dienstwagen bezüglich Haustiertransport erlaubt, aber ich bin sicher, dass dieser Notfall gebilligt wird.
Mit dem Hund an Bord fahren wir zur nächsten Polizeidienststelle nach Stuhr und "übergeben" den Hund dort den Behörden. Der Polizeibeamte hat schon Paketschnur bereit, um den Hund anzuleinen. Aber das ist gar nicht notwendig. Er folgt willig und beide (Beamter und Hund) posieren zum Abschiedsfoto.
Hoffentlich wird sein zuhause gefunden ! Leider ist unser Hund ein wenig eigensinnig und gerade auf schwarze Hunde schlecht zu sprechen. Sonst hätte ich ihn gerne adoptiert ...
Heute (24.01.2007) habe ich bei der Polizei in Stuhr nachgefragt. Der Hund ist gestern zum Tierheim gebracht worden und wurde dann kurze Zeit später vom Besitzer abgeholt.
Somit fand die ganze Geschichte ein Happy End
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